Stempelplatten rechteckig (gerade Höhe)
Gerade Höhe bedeutet schlicht: Die Abdruckhöhe liegt auf einem glatten Zehnerwert – 10, 20, 30, 40, 50 Millimeter und so weiter. Diese Staffelung ist die verbreitetste, weil sich Zeilen darin sauber aufteilen lassen und weil die meisten Hersteller ihre Standardformate so anlegen. Wenn Sie die alte Platte Ihres Holzstempels nachmessen und ein rundes Maß herauskommt, sind Sie in dieser Kategorie richtig. Die Zwischenstufen wie 5, 15 oder 25 Millimeter laufen dagegen unter ungerader Höhe und stehen in einer eigenen Kategorie. Beide Begriffe beziehen sich ausschließlich auf die Höhe des Abdrucks, nicht auf die Breite und nicht auf die Form der Platte.
Wie Sie richtig nachmessen
Gemessen wird die Gummiplatte selbst, nicht der Abdruck auf dem Papier. Farbe läuft an den Kanten minimal aus und verbreitert das Bild um einen halben Millimeter oder mehr. Nehmen Sie die alte Platte vom Holzklotz ab, legen Sie ein Lineal an und notieren Sie Höhe und Breite in Millimetern. Ist der Gummi gerissen oder fehlt er ganz, messen Sie die Klebefläche am Holz aus. Notieren Sie die Werte gleich schriftlich – aus dem Gedächtnis werden aus 20 leicht 25 Millimeter, und eine Platte, die nur um wenige Millimeter danebenliegt, sitzt später sichtbar schief auf dem Klotz.
Welche Höhe wie viele Zeilen trägt
Als grobe Rechnung gilt: Pro Textzeile sollten rund vier Millimeter zur Verfügung stehen. Zehn Millimeter tragen also ein bis zwei Zeilen, zwanzig Millimeter vier bis fünf, dreißig Millimeter reichen für eine vollständige Firmenadresse mit Zusatzzeile. Wer enger setzt, erhält auf glattem Papier noch brauchbare Abdrucke, auf saugendem Untergrund laufen die Buchstaben dagegen schnell zu.
Breite frei wählbar
Die Höhe ist gestaffelt, die Breite nicht: Rechteckige Platten sind bis rund 130 Millimeter Breite lieferbar. Damit lassen sich sowohl schmale Bandtexte wie eine Bankverbindung als auch breite Adressplatten abbilden. Wichtig ist nur, dass Höhe und Breite zusammen zum vorhandenen Holzklotz passen – eine größere Platte lässt sich nicht auf einen kleineren Griff kleben.
Wofür diese Formate genutzt werden
Typisch sind Adressstempel, Eingangsstempel, Bandtexte unter der Unterschrift, Kennzeichnungen im Lager und Vermerke wie „Bezahlt“ oder „Kopie“. In Kanzleien und Praxen laufen viele dieser Platten seit Jahren auf demselben Holzgriff und werden nur ausgetauscht, wenn sich eine Angabe ändert.
Was Sie bei der Bestellung angeben
Notwendig sind die exakten Maße in Millimetern und der gewünschte Text mit Zeilenaufteilung. Nützlich ist außerdem ein sauberer Abdruck der alten Platte, falls Sie das bisherige Layout beibehalten möchten. Denken Sie daran, dass ein Rahmen von der nutzbaren Höhe etwas wegnimmt und dass eine Zeile mehr immer zulasten der Schriftgröße geht. Prüfen Sie vor der Freigabe außerdem Schreibweisen, Vorwahlen und Rechtsform: Die Platte wird nach Ihrer Vorlage gelasert und lässt sich danach nicht mehr ändern.